Details

08.07.2019

Fotos erwünscht! Dokumentieren Sie Einbruchschäden

Nach einem Einbruch bietet sich meist ein hässliches Bild: Türen oder Fenster sind aufgebrochen, Schränke oder Container auch, sämtliche Inhalte sind im Raum verteilt.


Der Schreck über die ungebetenen Gäste sitzt tief. Wie man jetzt trotzdem nüchtern und sachlich richtig vorgeht, erläutert Ina Stapperfenne aus der Schadenabteilung unserer Unternehmensgruppe.

Als erstes wird die Polizei verständigt, die in den meisten Fällen auch zum Ort des Geschehens kommt und die Anzeige aufnimmt. Beschädigungen und Diebstähle werden festgehalten.

Zwar macht die Polizei Fotos …

Wie bei allen Versicherungssparten, so haben Sie als Versicherungsnehmer auch im Falle eines Einbruchs die Pflicht, den Schaden zu dokumentieren. Diese Pflicht betrifft vor allem die Beschädigungen. Hier kommt es leider immer wieder zu Fehlinformationen. Nachfragen bei den vor Ort aufnehmenden Beamten, ob man selbst auch noch Fotos machen solle, werden häufig verneint. Die Polizei habe Fotos gefertigt, die die Versicherung anfordern könne.

Leider ist das nicht so einfach, wie es klingt. Selten ist der Fall, dass ein netter Beamter die Fotos ohne bürokratischen Aufwand frühzeitig zur Verfügung stellt. In der Regel können die Fotos aus der polizeilichen Akte erst nach Abgabe der Akte an die Staatsanwaltschaft eingesehen werden. Das kann einige Monate dauern. Genauso lange kann schlimmstenfalls die Bearbeitung des Schadens beim Versicherer ruhen. Denn der Nachweis, dass die Täter gewaltsam in das Gebäude eingedrungen sind, ist zwingend erforderlich für die Bestätigung des Versicherungsschutzes im Rahmen der Einbruchdiebstahlversicherung.

… aber auch Sie sollten Bilder anfertigen

Auch entbinden die Fotos der Polizei Sie als Geschädigten nicht von Ihrer Dokumentationspflicht. Um „auf Nummer sicher“ zu gehen und zudem eine schnelle Schadenabwicklung zu ermöglichen, raten wir Ihnen daher dringend: Fertigen Sie in jedem Fall selbst Fotos der Schäden an! Sobald die Polizei ihre Ermittlungen vor Ort abgeschlossen und den Tatort freigegeben hat, spricht nichts dagegen.

 

Ina Stapperfenne